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Skinhead in USA
Freitag, 08. August 2008 um 07:41
 

Mile High, Skin Deep...übersetzt von Emily (Artikel aus den 90zigern)

Willkommen in Denver, Hintergrund von 'Denver Clan', den Reichen und den Prominenten. Und jetzt die Skinhead Hauptstadt Amerikas. Ihre Britischen Cousins mögen fast aus dem Blickfeld verschwunden sein, aber hier sind Neo-Nazis aufgetaucht um einen mörderischen Pfad zu begehen.

Die Hochhäuser schimmern, der Himmel scheint immerwährend blau zu sein, und die Gipfel der Rocky Mountains glitzern friedlich in der Ferne. Das ist Denver, Colorado - die 'Meilen-Hohe Stadt' - wo es Ölmillionäre gibt wie Sand am Meer, die Frauen aussehen als ob sie gerade an den Dreharbeiten der Fernsehserie 'Denver Clan' teilgenommen hätten, und die Cowboys immer noch Stetson Hüte tragen, jetzt aber auch ein Handy haben. Hier, 5.280 Fuß über dem Meeresspiegel, ist die Luft wortwörtlich, metaphorisch, rein.
Um so mehr ein Grund warum der Ruch des Rassenhasses, der sich in der letzten Zeit in dieser herkömmlich liberalen Stadt verbreitet hat, die Einwohner außer sich brachte, und Amerika schockierte. Protestierende marschierten durch die Strassen der Stadt, Transparente tragend, auf denen 'Hass ist hier nicht Willkommen' zu lesen war. Unterdessen fand Präsident Clinton er musste die Stadt ansprechen bezüglich des Grauens 'Rassismus' - 'Wir dürfen nicht - und ich weiß die Einwohner Denvers werden nicht - Gewalttaten tolerieren die Zufuhr finden durch den Hass gegen Menschen mit einer anderen Hautfarbe' - sagte er. Die Stadt wurde mobilisiert durch eine Spur von Mord und Bosheit die das Erscheinen einer beängstigen neuen Kraft sah. Die Skinhead Bewegung, anfänglich eine Mode in dem Großbritannien der sechziger Jahre, aber in letzter Zeit tollwütige Rechte Einstellungen in verschiedenen Ecken der Welt mit sich bringend, ist jetzt in ihrer scheußlichsten Form in Mile High City aufgetaucht.Die Spirale der Gewalt begann letzten November als Matthaeus Jaehnig, ein 25 jähriger Skinhead, aus einer wohlhabenden Familie stammend, nach einem Raubüberfall und der darauf folgenden Autojagd einen Polizisten erschoss.
Er beging dann Selbstmord, und kurze Zeit später wurde ein totes Schwein auf dem Parkplatz der Wache des ermordeten Polizisten abgeliefert, mit einer Nachricht die der Polizei den Krieg erklärte. Dieses war ein deutliches Zeichen das in aller Wahrscheinlichkeit der Jaehnig Vorfall kein Einzelfall war.

Der zweite Mord hatte eine noch unheimlichere Note. Er wurde begangen an einem Afrikanischen Immigranten, der spätabends von seiner Schichtarbeit in einem Hotel auf dem Weg nach Hause war. Sein Angreifer, so wurde berichtet, murmelte die Worte 'Bereite dich aufs Sterben vor, Nigger', ehe er auf den Abzug drückte. Als eine weiße Frau - eine Krankenschwester und Mutter zweier Söhne - vorbei kam und versuchte dem Mann zu helfen, wurde auch auf sie geschossen. Der Mann starb, die Frau ist jetzt querschnittsgelähmt.

Der mutmaßliche Täter war ein 19jähriger Tankwart namens Nathan Thill, ein Skinhead der sich selbst als 'Rassenkrieger' bezeichnet. Rassistisch motivierte Verbrechen sind nichts Neues in Amerika, aber diese Morde betonen das stetige Wachstum von Gewalttaten, die von Skinheads, deren Anzahl über das letzte Jahrzehnt gewachsen ist, verübt werden. Niemand hatte diesen merkwürdigen Jugendlichen, mit ihren rasierten Schädeln und einer Vorliebe für Tätowierungen, all zuviel Aufmerksamkeit geschenkt. Bis vor Kurzem - bis zu diesen schockierenden Ereignissen in Denver. Plötzlich, und zu ihrer absoluten Verwirrung, trägt die Stadt, die ihren berüchtigten Ruf als Hintergrund zu der glanzvollen Geschichte der Carringtons und der Colbys in der Fernseh-Seifenoper 'Denver Clan' erhalten hatte, den Namen 'Skinhead Hauptstadt Amerikas.'

Wie Fußball, das Hovercraft, oder zahllose andere Exporte - materiell und kulturell, ist der Skinhead etwas, das Großbrittanien erfand und dann rund um die Welt schickte.
Nicht-rassistisch, gegen Hippies, überschwenglich die Arbeiterklasse feiernd, und mit einer Vorliebe für Jamaikanische Ska Musik, gedieh der Kult seit den sechziger Jahren, auf eine mehr oder weniger unkomplizierte Art und Weise, bis die Britischen Skinheads unter den schlechten Einfluss der National Front kamen. Heutzutage scheint sich die NF im Rückgang zu befinden, die Anzahl von Skinheads in Großbrittanien wird auf so gering wie 1500 geschätzt (weltweit soll es etwa 70,000 geben).Amerikanische Jugendliche, jedoch, haben die Aufmachung ihrer Gegenstücke übernommen, besonders die rassistische Gewalt.
Unter den beunruhigendsten, von Neonazi Skinheads verübten Angriffen, war der Mord eines 41jährigen schwarzen Mannes in Florida 1987, ausgeführt von zwei Teenagern die Mitglieder einer Gang namens 'Saints' waren; 1988 wurde in Oregon ein Immigrant aus Äthiopien von Mitgliedern der Portland Skinhead Gang 'East Side White Pride (Weißer Stolz Ost) totgeschlagen; einige Monate später wurde in Nevada ein weiterer schwarzer Mann von Skinheads aus einem fahrenden Auto heraus niedergeschossen; 1990 wurde einem jungen homosexuellen Mann zuerst mit einem Hammer auf den Schädel geschlagen, dann wurde er erstochen, von Männern die Verbindung hatten zu einer Skinhead Gruppierung in New York die den Namen 'Doc Marten Stompers' trägt; und 1992 kamen eine weiße Lesbe und ein schwarzer Homosexueller während eines von Skinheads ausgeübten Brandanschlages auf ihre Wohnung, um.

Dies ist die verhasste Erbschaft des Nathan Thill, der jetzt im Denver County Gefängnis gehalten wird, von wo aus er, hinter einem Panzerglasfenster im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses sitzend, mit mir sprach.
Sein rotblondes Haar war frisch geschoren, seine Arme waren gekreuzt, eine Tätowierung des Nazi SS Symbols erstreckte sich über sein weißes Fleisch. Sein Handgelenk trägt die Inschrift 'ITCOB' - 'I take care of business' (Ich mein's ernst). Ein paar schwarze Insassen glotzten ihn ernsthaft bedrohlich an. Thill guckte sie nicht an. Sein Blick war ungerührt. Stattdessen sprach er ruhig durch den Telefonhörer neben der Panzerglassbarriere. Er wollte über Skinheads reden, die er völlig selbstverständlich als 'Weiße Krieger des Kampfes für Weiße Überlegenheit' bezeichnete. Erst nachdem er über eine Stunde geredet hatte, zeigte er irgendeine Emotion über sein eigenes Schicksal. Er wunderte sich, was wohl schlimmer sei, durch die Verabreichung einer tödlichen Spritze zu sterben, oder zu altern in einer Zelle, isoliert von anderen Gefangenen, die ihn liebend gerne tot sehen würden? Als er sich mit der Hand über das Gesicht fuhr, war es nicht möglich sich vorzustellen warum ein junger Mann, einstmals ein schüchterner Pfadfinder mit langen roten Haaren, zu solch einer Straftat getrieben wurde.
'Es geht um ein Gefühl des dazu Gehörens', meinte er schließlich, ' Es geht um den Stolz auf sich selbst. Wir haben etwas für das wir kämpfen. Wir sind ein Teil von etwas.' Die Skinhead Bewegung, erklärte er, 'ist einfach die einzige Sache für junge, weiße Amerikaner auf die sie stolz sein können, die einzige Sache die ihnen wirklich erlaubt, sich als Bestandteil ihrer Rasse zu fühlen und für sie zu kämpfen. Ein Skinhead sein heißt, stolz auf deine Abstammung zu sein.'

Als sie zuerst in Denver in den achtziger Jahren erschienen, konnte man Amerikas Skinheads noch in Hunderten zählen. Jetzt gibt es etwa 3500 in den Vereinigten Staaten, und etwa 1500 von diesen sind Neonazis wie Thill. Die Aufmachung der traditionellen Britischen Skinheads tragend - inklusive Hosenträger - kommen sie einem irgendwie absurd vor. Aber diese Jugendlichen haben eine erschreckende Agenda, sie tragen Schusswaffen und sie benutzen sie.

Diese Neonazis halten absichtlich ein niedriges Profil. Sie treffen sich gesellschaftlich nur in ihren eigenen Häusern, und kommen in größeren Anzahlen nur auf Rock Konzerten zusammen. Sie beneiden die besser organisierten Skinhead Gruppen in Nordeuropa, besonders in Deutschland, wo es an die 5000 solcher Extremisten geben soll, aber auch in Ungarn und der Tschechei, in beiden Ländern zählt man etwa 4000 Mitglieder.
Es gibt Zersplitterungen, oft sehr krass, zwischen den Amerikanischen Skinhead Gruppen. Thill ist, um den Amerikanischen Skinhead Ausdruck zu verwenden, ein 'bonehead' (Knochenkopf). Das sind die Neonazis, die an die weiße Übermachtsstellung glauben. Skinheads die etwas weniger rassistisch sind, werden 'peckerwoods' (Hinterwäldler)genannt, nach dem Sklavenausdruck für Weiße. Traditionelle Skinheads, die 'Stolz frei von Rassismus' predigen, heißen 'baldies' (Glatzen). Und Skinheads die gegen Rassismus aktiv sind, nennen sich 'sharps'. In der East 13th Street in Denver kriegt man Skinheads in all ihren Versionen zu Gesicht, dort ist ein Haufen von Klamotten- und Plattenläden. Im Plattenladen 'Wax Trax' traf ich einen jungen Skinhead in einer schwarzen Bomberjacke, der die Ska und Oi CD's durchsuchte (Oi ist die rohe Musik Britischer Skinhead bands). Chris Hellberg, 22, studiert Telekommunikation, er beschreibt sich als nicht-rassistisch. 'Arbeiterklasse' war, in Deutsch, hinten auf seine Jacke gestickt, zusammen mit den Initialen 'ACAB' - das bedeutet 'All cops are bastards' (Alle Bullen sind Bastarde). Er erzählte das er, in Texas aufgewachsen, vor 6 Jahren Skinhead wurde, weil ihm das Image und die Musik gefielen, und die Tatsache das es 'anders' war. Heutzutage, fügte er hinzu, ist es für ihn zu einer Frage der Überzeugung geworden.

'Es ist eine Sache der Arbeiterklasse. Mutti und Vati zahlen mir keinen Unterhalt. Die Kleinigkeiten die ich besitze muss ich bezahlen. Es ist eine Frage des eigenen Beitrags.' Er bestätigte seine allgemeine Bewunderung für Britische Skinheads.
'Wir haben die Kultur übernommen. Die meisten traditionellen Skinheads lieben Fußball. Ich bin ein Newcastle United Fan, mag jedoch auch Manchester United. Man würde kein Budweiser in der Kneipe bestellen, sondern ein gutes englisches Ale. Ich trinke Newcastle oder McEwans.
Vielleicht ist das weil wir in Amerika schon alles gesehen haben und es ist irgendwie langweilig. Alle Amerikanischen Skinheads würden liebend gerne einen Kleiderschrank voll mit Fred Perry oder Ben Sherman Hemden haben, aber die sind immer noch zu teuer hier bei uns.'
Er zeigte auf seine Füße. 'Allein dieses Paar Doc Martens hat mich 117 Dollars (etwa 250DM) gekostet.'
Manche Skinheads binden ihre Schnürsenkel je nach ihren politischen Überzeugungen: gerade geschnürt wenn sie rassistisch sind, über Kreuz wenn sie nicht rassistisch sind.
Hellberg's waren gekreuzt, aber er bestand darauf das dies nix mit Rassismus zu tun hätte: 'Ich trag doch meine Politik nicht auf meinen Stiefeln . Wozu hat man Schnürsenkel? Um die Stiefel zusammen zu halten, sonst nix.' Er sagte das es 'Traditionellen' wie ihm um den 'Spirit of 69' (den 'Geist von 1969') ginge - schien sich aber nicht ganz sicher was genau der eigentlich ist, während es den 'Boneheads' um den 'Spirit of 1939' (den Geist von 1939, den Anfang des Zweiten Weltkriegs) ginge.
'Als ich noch ein ganz neuer Skin war' erinnerte er sich, 'war alles noch so überschaubar. Jetzt sieht man ständig neue Skins. Tolles Gefühl, wenn man denen dann auf die Glatze klatscht. Ein neuer Skinhead, mit seinen riesigen Stiefeln, der hat doch gleich 'ne ganz andere Haltung.'
Aber der Ärger in Denver bestürzte ihn: 'Die geben uns allen doch einen schlechten Ruf'. In der Tat, sogar rassistische Skinheads, die nicht zur Weißen Übermachts Bewegung zählen, sind spöttisch. Zu diesen gehört Zack McElvaney, 19, der, jetzt da er eine junge Tochter hat, mehr zum Rockabilly Kult gravitiert. Er hat seine Bomberjacke und Doc Martens entsorgt, hat seinen Kurzhaarschnitt etwas wachsen lassen, er trägt lange Kotletten und, entwaffnender Weise, an dem Tag als wir uns trafen, Latzhosen. 'Es ist nicht mehr wie es mal war als ich vor einigen Jahren mit großen Gruppen Skinheads rumgehangen habe', sagte er. 'Jetzt kommt es wieder, mit einer anderen Generation aber, anders als wir, gehört jetzt viel Gewalt dazu, Schusswaffen und Drogen. Das ist aber nicht was das Skinhead Image ist. Das Image ist sauber, Köpfchen haben, gebildet sein.'

Die Amerikanischen Liberalen sorgt es am meisten das die neuen Skinheads die Infantrie der organisierteren Weißen Übermachtsgruppen wie Aryan Nations und dem Klu Klux Klan, dessen Mitgliederzahl auf das allzeit niedrigste Niveau von 4000 gesunken ist, werden könnten. Skinheads derzeit auf der Anklagebank für Mord werden mit solchen Gruppierungen in Verbindung gebracht. Die drei Skinheads in Oregon, die den äthiopischen Immigranten ermordeten, wurden hierzu angeleitet von der 'White Aryan Resistance' Gruppe (dem 'Weißen Arischen Widerstand'); der Familie des Opfers wurden 12.5 Millionen Dollars Entschädigung zugesprochen.

Als die 'Denver Skins', Colorados erste Skinhead Gang, vor 10 Jahren gegründet wurden, organisierte Shawn Slater, ein einheimischer Skinhead, rassistische Treffen die am Jahrestag des Geburtstages von Martin Luther King statt fanden, und schickte Einladungen an Vertreter des Klu Klux Klan. Slater heiratete später und nahm seinen Beruf als Metzger wieder auf. Einheimische bestehen immer noch darauf das 'Aryan Underground' Land besitzen, wo sie eine Miliz ausbilden, inklusive Skinheads. 'Wenn man die Bäume von oben betrachtet, formen sie ein Hakenkreuz' erzählte mir einer.

Warum ist, in den 90er Jahren, in wahrscheinlich einer der multikulturellsten Nationen der Welt, die Skinhead Bewegung so reizvoll für Teenager? Eine Theorie ist das, für die Nachfolgen der Woodstock Generation, es keinen besseren Weg gibt ihre Eltern zu schockieren. 'Jede Generation möchte ihre eigenen Zeichen setzen' sagt Michael O'Keefe, ein Journalist mit der 'Rocky Mountain News', der den Skinheads in Denver das letzte Jahrzehnt gefolgt ist. 'Eine Generation Skinheads ist erwachsen geworden. Sie wurden älter und begriffen sie können nicht rumlaufen und die Nazi Fahne grüßen, und über die Weiße Übermacht labern. Aber dann gab's einen ganzen Schub neuer Jugendlicher, und wenn man mit Hippie Eltern aufwächst - wie kann man die besser verärgern als ein rechtsradikaler Skinhead zu werden?'

Aber die Idee das der Anstieg in Skinhead Gewalt einfach nur ein aneinander Reiben der verschiedenen Generationen ist, wird von der 'Anti Defamation League' (Legion gegen Volksverhetzung), einer jüdischen Organisation, die Antisemitismus untersucht, verwiesen. 'Also ich stehe nicht zu dem Gedanken das diese Leute ernsthafte Intellektuelle und Ideologen sind - auf jegliche Art und Weise' sagt Saul Rosenthal, deren regionaler Vertreter in Denver.'Sie sind Blindgänger, gesellschaftlich Abtrünnige und Leute auf der Suche nach Identität. Was mich beunruhigt ist das es heutzutage mit ernsthaftem Drogenmissbrauch und zunehmender Gewalt verbunden ist. Früher sah man Skinheads mit einer Sprühdose Farbe und einem Baseballschläger. Heute sieht man sie mit halbautomatischen Waffen. Deswegen kriegen sie jetzt mehr Aufmerksamkeit.
Wir hatten zwei Tote und eine Gelähmte in dieser Stadt während der letzten zwei Monate. Mir wäre wohler zumute gäbe es eine größere Anzahl Skinheads mit Sprühdosen voll Farbe als nur 20 mit Waffen.'
Rosenthal's Diagnose trifft in dem Fall des Mattheaus Jaehnig, der Skinhead der den Polizisten ermordete, zu. Er wuchs in einer wohlhabenden Mittelstandsfamilie, die jedoch auch unkonventionell war, auf. An Halloween hätte die Familie die Initialen 'SS' in die Kürbisse geritzt, und Jaehnig gab oftmals vor seinen Hochschulfreunden an damit das sein Vater ein Nazi Kriegsverbrecher gewesen sei.
Sein älterer Bruder, Sam, war ein Mitglied der Denver Skins in den achtziger Jahren, und Matthaeus hing oft mit ihnen rum. Die Ermordung des Polizisten passierte nach einem Einbruch. Jaehnig's Autopsie wies große Mengen Amphetamine auf.Vor 10 Jahren wurde Rosenthal von einem einheimischen Richter kontaktiert, der ihn fragte ob es Programme für Jugendliche die in rassistischen Aktivitäten verwickelt wären, gäbe, er würde gerne einen Teenager weiter leiten der vor ihm wegen einer geringen Straftat erschienen war. Nach den Verbrechen im letzten November kontaktierte der Richter Rosenthal erneut um ihm zu erzählen der junge Mann wäre Jaehnig gewesen.

Die Anti Defamation League hofft nun in diesem Frühjahr ein solches Programm einzuleiten, und die Denver Polizei hat eine spezielle Truppe geformt, zusammen mit dem FBI, um Information über Neonazis auszuspionieren.

Im CRAIG Krankenhaus bereitet sich Jeannie Van Velkinburgh, die 36jährige Krankenschwester die versuchte den Mann, den Thill angeklagt ist erschossen zu haben, zu retten, auf das Abendessen vor. Die Ärzte sind sich ziemlich sicher sie wird nie wieder laufen können, aber für die Menschen in Denver ist sie zum Symbol der Hoffnung gegen den versteckten Rassismus geworden, und in ganz Amerika wird sie als 'Der Gute Samariter' verehrt.Sie akzeptiert ihr Schicksal; sie bedauert das Vorgefallene nicht, sie würde es wieder tun, es tut ihr nur leid das sie das Leben des Mannes nicht retten konnte. 'Ich war doch nur auf dem nach Hause Weg' , erinnert sie sich.
'Normal, einfach auf dem nach Hause Weg. Es gab keine Entscheidung. Er brauchte meine Hilfe, und ich half.
Ich wollte nicht gelähmt werden, aber das war ein Teil des Helfens. Es ist mir egal wer es war, der das getan hat, es interessiert mich wirklich nicht.' Wenn man sie fragt ob sie verbittert ist, hält sie kurz inne.
'Das kann ich nicht beantworten' sagt sie 'Es ist einfach zu früh...'Diejenigen, die Rassismus am eigenen Leibe erfahren, wollen unbedingt darüber stehen. In Five Points, Denvers ärmstem Schwarzen Viertel, wo an jeder Ecke eine Baptistische Kirche steht, sehen die Einheimischen die Sache gelassen an.
Unter ihnen ist Donna Davis, 28, die an einem Sonntag morgen auf ihrer Veranda sitzt. Ihre sechsjährige Tochter Ajhanna ist bei ihr.
'Ich bringe meinen Kindern bei, das, wenn jemand etwas verletzendes sagt, wir beten und vergebend sein werden.' sagt sie. 'Sie haben noch genug Zeit, um was über Vorurteile zu erfahren' Und das werden sie. Sie wissen es wird da draußen irgendjemanden geben der sie nicht mögen wird, weil sie schwarz sind.'
'Sie wissen aber auch das dies nicht ihr Problem ist. Ich bin ein friedfertiger Mensch. Und ich sag Ihnen was: die Welt wird nicht untergehen bloß weil ein paar Leute mit kurzen Haaren uns hassen.'

 

 


 

 

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Aktualisiert ( Donnerstag, 04. Februar 2010 um 20:51 )